Substanz macht Pause

Liebe Freunde des unrasierten Wissenschaftsjournalismus,

normalerweise würden wir an dieser Stelle unser neues Montags-Feature anpreisen wie einen Premium-Aal auf dem Hamburger Fischmarkt.

Heute aber haben wir eine andere Nachricht zu verkünden, die auf den ersten Blick nicht ganz so gut ist: Substanz macht ab dem 13. Juli bis auf weiteres Pause. Das Magazin bleibt dann online mit allen Funktionen, wird aber erstmal nicht mehr mit neuen Beiträgen bestückt.

Das ist sehr schade, weil wir wirklich schöne Geschichten in petto haben. Aber wir kommen jetzt allmählich an den Punkt, an dem es für unser Startup finanziell eng wird – jedenfalls wenn wir die Qualität halten wollen, mit der wir angetreten sind.

In diese Qualität haben wir viel Arbeit und Geld investiert, und wir sind sehr stolz auf das Ergebnis. Aber leider haben unsere Rest-Kapazitäten nicht ausgereicht, um den nötigen Marketing-Wumms zu entfalten. Sprich: Wir bekommen derzeit nicht die Abo-Wachstumskurve hin, die wir brauchen, um auf Dauer unsere Produktionskosten zu decken.

Wir haben lange gerechnet und nachgedacht und diskutiert. Und wir haben uns zu der Entscheidung durchgerungen: Bevor wir Substanz an die Wand fahren, frieren wir es lieber ein und nutzen die Pause, um uns neu aufzustellen. Wir haben immer gesagt: Substanz ist ein Experiment. Und jetzt brauchen wir halt einen anderen Versuchsaufbau.

Es gibt eine Menge Wege, die wir einschlagen können. Wir sprechen mit möglichen Partnern, wir denken nach über neue Geschäftskonzepte und alternative Finanzierungsmodelle. Wir haben viele Ideen, und mit denen gehen wir am 13. Juli erstmal in Klausur.

Was passiert bis dahin? Einiges! In den nächsten zwei Wochen werden wir ein wenig Freistil fahren und uns mit ein paar ungewöhnlichen Beiträgen in die Sommerpause verabschieden.

Und dann? Wie gesagt bleibt www.substanzmagazin.de online. Und wir freuen uns über jeden Leser, der jetzt in den Ferien endlich mal die Zeit findet, sich durch unsere Features zu wühlen.

Aber irgendwann hat man ja auch alles gelesen. Und will vielleicht (seufz) seinen Zugang kündigen. Dafür klickt Ihr auf “Benutzerkonto”, dann “Zu deinen Bezahldaten” und dann auf “Abonnements”. Dort findet Ihr das Substanz-Abo mit allen nötigen Buttons.

Wer über Startnext oder Laterpay ein noch gültiges Langzeit-Abo gebucht hat, schreibe uns bitte an post@substanzmagazin.de – wir finden dann gemeinsam eine Lösung.

Was bleibt an dieser Stelle? Erstmal ein herzlicher Dank an alle Crowdfunder, Abonnenten und Sympathisanten. Ihr habt Substanz erst möglich gemacht. Wir tun alles, um euer Vertrauen zu rechtfertigen.

Und wenn wir dann noch um einen großen Applaus bitten dürften für alle, die an Substanz mitgearbeitet haben und noch mitarbeiten: unsere Autoren und Fotografen, das Redaktionsteam, die Illustrationsgötter, Wundermechaniker, Fotonentorpedos, Satzdompteusen. Und natürlich unsere ästhetisch-technischen Blutsbrüder von Euphorika Communications. Wir freuen uns auf die nächste Runde mit euch allen.

Wir kommen wieder!

Habt einen schönen Sommer, alles Gute,

Denis und Georg